Selbstsabotage, eine Powerstrategie und ein Stoffschaf

Die bessere Alternative zu Affirmationen und eine genaue Anleitung zur Umsetzung

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„Warum krieg ich das einfach nicht auf die Reihe?“ Der Gedanke schoss mir unvermittelt durch den Kopf, als ich versuchte, die Formatierung für einen Artikel zu ändern! In diesem Moment kam Milla, unser Firmenhund, ins Büro gestürmt, ihr Stoffschaf im Fang  – Spielstunde! Und schon war da die nächste Frage: „Warum kann ich nicht einfach mal meine Arbeit machen, ohne gestört zu werden?“

👆 Hah!! Da war er wieder Mal, der innere Saboteur! Heimlich, still und leise hatte er sich Zugang in meine Gedankenwelt verschafft und schlug zu! Nur gut, dass ich hier eine Strategie habe, ihn zum Schweigen zu bringen! Ich schlage ihn mit seinen eigenen Waffen!

💡 Unser Gehirn liebt Fragen! Wird der Verstand von einer Frage erfasst, kann er gar nicht anders, als nach einer Antwort zu suchen. Diese Tatsache nutzt der Saboteur in uns und das bei vielen Menschen sehr erfolgreich. „Die Energie folgt der Aufmerksamkeit“, das Naturgesetzt gilt auch hier. In diesem Fall den Fragen! Und so haben die erniedrigenden und selbstzerstörenden Fragen, die tagtäglich durch die Gehirne der Menschen sausen, eine unheimliche Macht.

🤷‍♀️ Typische Fragen des Saboteurs:

„Warum hab ich schon wieder die Bahn verpasst?“

„Weshalb sind immer nur die anderen erfolgreich?“

„Wieso muss das immer mir passieren?“

„Warum krieg ich jedes Mal einen Strafzettel?“

und so weiter, und so weiter!

Vermutlich kennst auch Du diese Quälgeister. Und der Verstand stürzt sich auf die Frage und beginnt zu suchen, nach einer Erklärung, einer Lösung, einer Antwort. Und die fällt dann auch nicht hilfreich aus, denn sie setzt konsequent die Geißelungen des Saboteurs fort.

✅ Im letzten Artikel habe ich über die Schwäche der Affirmationen geschrieben. Hier kommt noch eine weitere dazu: Affirmationen sind Aussagesätze. Und wenn dann ein einschränkender Glaubenssatz dagegen steht, steht Aussage gegen Aussage.

✅ Ich habe die Kraft der Powerfragen für mich entdeckt und ich möchte Dich einladen, sie einmal auszuprobieren. Wenn unser Verstand schon Fragen liebt, warum dies nicht nutzen! Statt Dich mit sabotierenden Fragen herumzuschlagen, brauchst Du nur ein kleines Repertoire an Fragesätzen, die den Fokus neu setzen.

➡️Probiere es einfach mal aus: Denk zunächst einmal den Satz: „Weshalb gelingt es immer nur anderen, erfolgreich zu sein?“

Kannst Du die schallende Ohrfeige spüren, diese negative Emotion?

Gut! Atme dreimal tief durch und stell Dir jetzt die Frage: „Was kann ich jetzt tun, um meinem Ziel einen Schritt näher zu kommen?“

Lass die Frage wirken, lass das Gehirn seinem Hobby nachgehen und eine Lösung suchen und spür nach, wie sich das jetzt anfühlt! Anders? Ja! , deutlich besser? Sicherlich!

✅ Hier eine Auswahl meiner liebsten Powerfragen:

„Wo muss jetzt mein Fokus hin?“

„Was ist jetzt der nächste, wichtige Schritt?“

„Was würde ich mir raten, wenn ich meine beste Freundin wäre?“

„Was ist das Gute an der Situation, die ich gerade erlebe?“

„Was würde der Mensch, der ich gerne sein möchte, jetzt machen?“

und – mein persönlicher Favorit:

„Was ist komisch an dieser Situation?“ (Ok, passt vielleicht nicht immer, aber öfter, als man denken mag! Viele Situationen haben eine gewisse Komik und wenn man sie entdeckt, kann man die größte menschliche Ressource nutzen: den Humor!  😉

Natürlich sind das meine bevorzugten Powerfragen. Wenn sie für dich nicht passen, mach Dir selbst welche. Es ist nicht schwer:

➡️ Beginne die Frage immer mit warum, wieso oder weshalb!

➡️Mach es dem Verstand leicht: Bilde kurze Sätze! Auf keinen Fall Schachtelsätze, zu kompliziert!

➡️ Formuliere die Frage so, als wäre das Ergebnis bereits eingetreten!

➡️ Formuliere immer positive Sätze!

Und schon kann es losgehen! Setz den inneren Saboteur außer Gefecht, indem Du ihn mit seinen eigenen Waffen schlägst.

😊 Ich hab das auch so gemacht. Als ich bemerkte, was da grad in meinem Kopf abging, habe ich sofort meine Powerfrage hinten dran gehängt. „Was ist komisch an der Situation?“

Milla stand mitten im Büro, den Kopf weit zur Seite geneigt, ihr Stoffschaf immer noch im Maul.  Sie wollte mir wohl sagen:

„Hey, reg Dich nicht auf! Das Leben ist ein Spiel und jetzt ist Spielstunde!“ 😉

 🙏 Ich würde mich freuen, wenn dieser Beitrag Dir hilft, Selbstsabotagen zu reduzieren.

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