femiKIDO® und das Innere Kind

-> ein wunderschönes und liebevolles Konzept und doch wird das Innere Kind so oft fehlgedeutet und missverstanden! Lies hier, was es nicht ist und was es ist!

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Im 2. Trainingsbereich des femiKIDO® Konzeptes geht es um inneres Wachstum. Um sich authentisch zu verteidigen und auf andere Menschen souverän und charismatisch zu wirken, ist ein starkes Selbstbewusstsein, ein hoher Selbstwert und Selbstvertrauen unverzichtbar.
Ein Konzept aus der Transaktionsanalyse , dass sich zur Stärkung des Selbstwertes und der Selbstsicherheit, aber auch der Selbstfürsorge und Selbstliebe besonders eignet, ist die Arbeit mit unseren Persönlichkeitsanteilen. Derer haben wir einige, und sie alle werden im Training eine wichtige Rolle spielen, eines jedoch sticht besonders hervor:

👧 Das Innere Kind: Zum einen, weil es für unsere Emotionalität steht und zum anderen, weil die allermeisten unserer Defizite beim Selbstwert aus unseren frühen Jahren herrühren. Dabei ist „das innere Kind“ ein Begriff, der heute sehr inflationär benutzt wird. Und wie es so ist, wenn etwas sehr verallgemeinert wird, kommt es hier auch zu Fehlinterpretationen.

❓ Das innere Kind – was ist das?

Der Volksmund spricht vom „Kind im Manne“ und von der „Inneren Prinzessin“ und in der Moderne auch von der „Pippi Langstrumpf“. Das zeigt, dass man schon von je her erkannt hat, dass wir kindliche Anteile in uns tragen, die in bestimmten Situationen hervorstechen. Astrid Lindgren hat diesem Archetyp mit ihrer Pippi ein Gesicht gegeben und sie war nicht die Einzige, Mark Twain schuf schon viel früher den männlichen Gegenpart mit seiner Figur des Huckleberry Finn in Tom Sawyer‘s Abenteuern.Was aber genau hinter dem inneren Kind steckt wissen die wenigsten. Häufig wird das „Innere Kind“ mit der eigenen Kindheit verwechselt. Selbst in Fachbüchern findet man solche falschen Beschreibungen.

👉 Das innere Kind ist einer der Archetypen, der mit der Kindheit in Bezug stehen kann, aber nicht muss. Nach C.G. Jung sind in der menschlichen Seele unterschiedliche Archetypen verankert, wie z.B. der männliche und weibliche Urtypus, der innere Mentor und Zensor, auch Kritiker genannt, der Antreiber, der Vermeider und Saboteur und andere mehr.

👉 Das innere Kind ist der sensibelste und emotionalste Archetyp, er wird der rechten Gehirnhälfte zugeordnet, da, wo unsere Emotionen, die Gefühle, die Fantasie und Kreativität angesiedelt sind. Im Gegensatz dazu ist der „Innere Erwachsene“ als Archetyp der linken Gehirnhälfte zugeordnet, der Logik, der Struktur und der Rationalität. 👉 Wenn alle Archetypen gesund sind und im Einklang miteinander agieren, geht es uns gut. Wir sind in Harmonie und innerem Frieden.

👧 Das innere Kind ist pure Lebensfreude und Lebenskraft. Denken wir nur an den Geburtsprozess: Das ungeborene Kind will auf diese Welt – koste es, was es wolle. Egal, ob die Schädelplatten verschoben werden, das Gesichtchen zerknautscht wird und die Presswehen unangenehm sind, es will raus – es will leben. Diese Höchstleistung, die der kleine Mensch in den Minuten oder auch Stunden vor und während der Geburt vollbringt, verdankt er dem inneren Kind. Der unbändige Lebenswille bleibt ein Wunder, das sich unserer Ratio vollkommen verschließt. Und dieses innere Kind – der Archetyp – bleibt in uns, ist immer da und wir können es finden! Rational werden wir das innere Kind wohl nie erfassen, aber wir können einen guten Kontakt zu ihm pflegen, es nähren und heilen und von seiner Kraft und Weisheit profitieren.

Heute möchte ich Dir eine erste Übung vorstellen, die Du ganz leicht alleine und ohne Vorkenntnisse machen kannst.
Lies Dir den Text erst genau durch, oder fertige ein Audio davon an. Sorge für eine ruhige, entspannte Umgebung, in der Du für 15 Min nicht gestört wirst und genieße diese Übung!

Viel Freude mit “Willkommen im Leben“:

👶

👉 Setz Dich entspannt hin und schließ die Augen.
Atme tief, ruhig und voll.  Achte auf Deinen Körper, scanne ihn und finde die Körperstellen, die noch nicht entspannt sind. Lockere die Muskeln, indem Du tief hinein atmest.

🙏 Wenn Du ganz entspannt bist, stell Dir vor, Du stehst vor dem Haus, indem Du nach Deiner Geburt gelebt hast. Betrachte die Größe, Form, Farbe und Struktur des Gebäudes.  Lass die Erinnerung an die Umgebung, die Landschaft, Straße,  den Verkehr vor der Tür wach werden. Nimm die Menschen wahr, die sich hier bewegen, achte auf ihre Kleidung. Nimm das gesamte Umfeld war, so wie es war, damals, im Jahr Deiner Ankunft auf dieser Erde.

🙏 Betritt nun das Haus, und suche den Raum, indem Du als Neugeborene(r) geschlafen hast. Falls Du darüber nichts weißt oder Dich nicht erinnerst, stell Dir die  früheste  Version Deines Kinderzimmers vor, die Dir einfällt.

Im Raum steht ein Kinderbettchen, vielleicht auch ein Stubenwagen oder eine Wiege. Hier schläft ein Säugling, dieser Säugling bist Du.

🙏 Betrachte die winzigen Fingerchen an den winzigen Händchen, den kleinen Mund, die feinen Härchen. Was hat das Baby an? Welche Farbe hat die Bettdecke, die es wärmt? Schau Dich genau um, schau dieses kleine Wesen an – genau an! Umso mehr Details Du sammelst, umso realer wird die Situation für Dich.

🙏 Beuge Dich vorsichtig über das Bett, nimm das Baby in Deine Arme und heiß es in dieser Welt willkommen :

Beginne mit dem Satz: „ Hallo kleine(r)…  ,
ich komme aus der Zukunft und ich bin Du, wenn Du einmal groß bist.
Ich habe die Reise aus der Zukunft angetreten, um Dich willkommen zu heißen auf dieser Erde und Dir zu sagen, dass ich Dich lieb habe. …“

Nun fahre fort, wie es für Dich gut ist, hier nur einige Anregungen:

Ich bin glücklich, dass Du da bist.
Ich bin glücklich, dass Du ein Mädchen / ein Junge bist.
Es hat noch nie jemanden gegeben, der so ist, wie Du.
Ich werde immer bei Dir sein und Dich nicht verlassen!
Ich werde mich immer um Dich kümmern.Mach Dir keine Sorgen – schau mich an. Wir haben es geschafft!
Du bist wunderbar, so, wie Du bist.

🙏 Nun herze das Baby noch einmal, lege es zurück in sein Bettchen, decke es sorgsam zu und verabschiede Dich. Versprich, bald zurückzukommen und verlass leise den Raum.

👉 NUN spule den Film zurück bis zu dem Moment, wo die Tür sich öffnet und jemand Dein Kinderzimmer betritt. Erlebe nun diese Szene noch einmal – aus der Perspektive des Babys.

🙏 Erlebe, wie ein Erwachsener sich Deinem Bettchen nähert, und Dich bewundernd anschaut. Wie er sich vorbeugt und Dich sanft in die Arme nimmt. Hör die sanfte Stimme, die Dir leise, aber deutlich sagt:
„ Hallo kleine(r)…  ,
ich komme aus der Zukunft und ich bin Du, wenn Du einmal groß bist.
Ich habe die Reise aus der Zukunft angetreten, um Dich willkommen zu heißen auf dieser Erde und Dir zu sagen, dass ich Dich lieb habe. …“

🙏 Höre, was Dein erwachsenes Ich Dir noch sagt….

🙏 Spür nun, wie er/sie Dich sanft an sich drückt, Dich zurück ins Bettchen legt, zudeckt und sich verabschiedet.

🙏 Nimm wahr, wie Sicherheit und Geborgenheit sich in Dir ausbreiten und Du voller Vertrauen Deine Augen wieder schließt…und wer weiß, vielleicht bist Du schon wieder eingeschlafen – bevor Dein Erwachsenen – Ich die Türe erreicht hat.



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